ArrowDown_blueArrowDown_grayArrowDown_greenArrowLeft_blueArrowLeft_grayArrowLeft_greenArrowRight_blueArrowRight_grayArrowRight_greenArrowUp_blueArrowUp_grayArrowUp_greenBurgerClose_blueClose_grayClose_greenHomeSearch

Karriereplanung

Mit Abschluss des zweiten juristischen Staatsexamens gilt es für viele Berufsanfänger, den richtigen Fachbereich zu finden. Oft wurden bereits während des Studiums oder auch Referendariats entsprechende Stationen bei Kanzleien und Unternehmen gewählt. Der Bereich Patentrecht ist in den Kanzleien zumeist als Teil der Praxisgruppe „Gewerblicher Rechtsschutz“ oder „Intellectual Property“ organisiert, der dann neben Patentrecht auch Knowhow, Marken- und Designrecht, Unlauterer Wettbewerb sowie oftmals auch Urheberrecht mitumfasst. Das Tätigkeitsfeld im Patentrecht befasst sich dann vor allem mit der Sicherung und Nutzung von Schutzrechten in Patent- und Markenrechtstreitigkeiten sowie der Unterstützung bei Transaktionen.

Mit einem abgeschlossenen naturwissenschaftlichen oder technischen Hochschulstudium und Ihrer juristischen Zusatzausbildung von in der Regel rund drei Jahren sind Sie nach Bestehen der deutschen Patentanwaltsprüfung berechtigt, den Titel Patentassessor/in zu tragen. Beantragen Sie eine Zulassung als Patentanwalt, da Sie selbstständig arbeiten wollen, können Sie mit Eintrag ins Patentanwaltsregister diesen Titel führen. Damit sind Sie berechtigt, Ihre Mandanten vor dem Deutschen Patent- und Markenamt und dem Bundespatentgericht in Sachen des gewerblichen Rechtsschutzes sowie vor dem Bundesgerichtshof (BGH) im Patentnichtigkeitsberufungsverfahren zu vertreten, in Ausnahmefälle auch vor dem LG und OLG. Daneben sind Sie berechtigt, in Angelegenheiten, welche die Technik bereichernde Leistungen betreffen, andere zu beraten und Dritten gegenüber zu vertreten. Hierzu gehört die Anmeldung von Gebrauchsmustern und Patenten sowie bei Einwendungen etwaige Amtsverfahren hierzu zu führen. Die meisten Patentanwälte haben darüber hinaus auch eine Zulassung als Vertreter vor dem Europäischen Patentamt (European Patent Attorney), auch hierzu ist eine Prüfung, die sog. Europäische Eignungsprüfung, erforderlich.

Neben dem Patentrecht liegt ein weiterer Ausbildungsschwerpunkt -insbesondere beim Patentamt und -gericht- auf dem Markenrecht. Patentanwälte, die einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit und auch ihrer anwaltliche Beratungskompetenz in diesem Bereich haben, führen dann zumeist die Berufsbezeichnung „Patent- und Markenanwalt“. Hinzu kommen Schwerpunkte in der Beratung hinsichtlich Industriesektor wie Automotive, Health Care etc., die sich jedoch zumeist aus dem Studium bereits bedingen.

Eine enge Zusammenarbeit von Patentanwälten und Rechtsanwälten ist insbesondere bei Patentverletzungsstreitsachen notwendig, wobei die Prozessführung durch letztere erfolgt. Die oftmals hierzu parallel geführten Rechtsbestandsverfahren werden dagegen in der Regel von den Patentanwälten geführt, gegebenenfalls auch zusammen mit Rechtsanwälten.