ArrowDown_blueArrowDown_grayArrowDown_greenArrowLeft_blueArrowLeft_grayArrowLeft_greenArrowRight_blueArrowRight_grayArrowRight_greenArrowUp_blueArrowUp_grayArrowUp_greenBurgerClose_blueClose_grayClose_greenHomeSearch

Opportune Marktkenntnisse

Der Gewerbliche Rechtsschutz (IP) umfasst als Oberbergriff die Gewerblichen Schutzrechte an immateriellen Gütern, hierzu zählen insbesondere das Patentrecht, aber z.B. auch Marken- und Designrecht. Dabei sind nicht nur juristische Kenntnisse erforderlich, sondern auch eine technische Befähigung, so dass auf diesem Gebiet nicht nur Rechtsanwälte tätig sind, sondern auch Patentanwälte, die über diese erforderliche technische oder naturwissenschaftliche Expertise verfügen.

In Deutschland gibt es derzeit rund 165.000 zugelassene Rechtsanwälte, davon haben rund 1.300 einen Fachanwalt im Gewerblichen Rechtsschutz. Sie sind zumeist in Großkanzleien und mittelständischen Einheiten- auch in Kooperation mit Patentanwälten -tätig. Dagegen gibt es rund 4.000 Patentanwälte, die meisten davon arbeiten in Kanzleien. Dies sind in der Regel mittelständische Einheiten - auch in gemeinschaftlicher Tätigkeit mit Rechtsanwälten- oder aber auch - sehr viel seltener- Großkanzleien.

Durch die kontinuierlich steigende Zahl an Patenten und Schutzmaßnahmen für Marken und Logos sind die beruflichen Perspektiven für Patentanwälte in Kanzleien als auch Rechtsanwälte im Patentrecht weiterhin grundsätzlich sehr gut. Dabei spielt insbesondere auch eine wichtige Rolle, dass Deutschland als Standort für Patentstreitigkeiten in Europa aufgrund der vergleichsweise geringen Prozesskosten, zügigen Verfahren und hohen Fachkompetenz der entscheidenden Richter sehr beliebt ist. Parallel hierzu hat das Europäische Patentamt (EPA) an Vertrauen verloren, da hier oft mangelnde Qualität attestiert wird. Hinzu kommen erhebliche Probleme in der Einführung des neuen Europäischen Patentsystems mit einem zentralen Patentgericht.

Durch den Brexit und der damit verbundenen Entwicklung, dass englische Patent- und Markenrechtskanzleien zunehmend Standorte in Deutschland gründen sowie durch die Digitalisierung wird erwartet, dass es -ähnlich wie auf dem juristischen Kanzleimarkt in den 2000er- in den nächsten Jahren vermehrt zu Fusionen mittelständischer Patentanwaltskanzleien kommen wird und damit größere, auch internationale Einheiten entstehen mit all ihren Vor- und Nachteilen. Diese gilt es bei einem etwaigen Berufseinstieg oder/und auch späterem Wechsel zu berücksichtigen.